In diesem Projekt haben wir die EDV eines mittelständischen Unternehmens einheitlich auf Windows 10 und Server 2019 aktualisiert. Die Umstellung klappte Unterbrechungsfrei an einem Wochenende inkl. Einführung eines Domänencontrollers.
Besonders erfreulich für den Kunden: Das veranschlagte Budget wurde unterschritten.
Einige Desktop-PCs waren bereits mit Windows 8.1 ausgestattet. Im Sinne einer einheitlichen Benutzererfahrung wurden sämtliche PCs auf Windows 10 hochgerüstet.
Auf einigen Arbeitsplätzen gab es lokale Scanner vom Typ HP Scanjet 2410 sowie diverse alte Canon Desktop Laserdrucker welche durch Verwendung eines kompatiblen Treibers entgegen der Aussage des vorigen EDV-Betreuers nicht ausgetauscht werden mussten und vorerst problemlos weiterverwendet werden können.
Vor dem Upgrade der jeweiligen Arbeitsstation haben wir einen Hardware-Check durchgeführt, bei dem ein Schnelltest auf etwaige Hardwarefehler durchgeführt wurde. Ebenso eine Sichtkontrolle der jeweiligen Lokalen Ereignis-Logs.
Dies hat sich bewährt um nicht bereits beeinträchtigte Systeme endgültig todzumigrieren.

Die Branchensoftware orgaMAX konnte nahtlos weiterverwendet werden.
Als Virenschutz haben wir im Zuge der Migration Emsisoft Enterprise Security eingeführt, um unseren Kunden einen perfekten Schutz gegen jegliche Bedrohungen zu gewährleisten und alle PCs unter einer einheitlichen Konsole verwalten zu können.

Der bestehende Server 2008R2 welcher erst vor einem Jahr(!) vom ehemaligen EDV Betreuer installiert wurde, wurde von uns auf Windows Server 2016 hochgerüstet. Gleichzeitig haben wir auf dem Server Active Directory eingeführt damit sich die PCs künftig nicht mehr Lokal, sondern an der Domäne anmelden. Die komplexen Passwortrichtlinien haben wir entgegen der Vorgabe Microsofts etwas gelockert, damit die  Passwörter grundsätzlich nur 1x im Jahr zu erneuern sind.
Die bestehenden Lokalen Benutzerprofile haben wir in die Domäne importiert, sodass die Benutzer außer einem neuen Kennwort bei der Anmeldung keine Änderungen spüren.
Der Kunde verwendet bereits Office365 Lizenzen für Word, Excel und Outlook, sodass hier keinerlei Handlungsbedarf besteht.
Bei den Routinechecks merkten wir, dass der RDP Port 3389 seitens Firewall auf die interne Server-IP freigegeben war. Am Server war allerdings der Remotedesktop gar nicht aktiviert. Wir haben diese Freigabe umgehend entfernt, sodass von außen keinerlei Zugriff auf das Kunden-LAN möglich ist.

Im Zuge der Inspektion der EDV Umgebung sind folgende Punkte als nächste Projekte bei unserem Kunden geplant:

  • Einführung einer ordentlichen Datensicherung mit regelmäßigen Rücksicherungs-Tests
  • Übernahme des Webhostings (Domain, WordPress Website und Email)
  • Umstellung der bestehenden POP3 Emailkonten auf Office365 oder evtl. eigener Exchange-Server
  • Austausch der Firewall um künftig VPN Zugriff zu ermöglichen
  • Ersetzen der NFON-VOIP Miet-Telefonanlage durch eine Kauflösung (Agfeo) ohne monatliche Kosten

Unser Kunde ist vorerst somit technisch am neuesten Stand und die Umrüstung belastete das Budget deutlich weniger als geplant.
Der finanzielle Aspekt ist bei derartigen Migrationen immer wieder ein Thema.
Fairerweise kann man solche Projekte nur nach tatsächlichen Aufwand abwickeln, vor allem wenn es sich um eine EDV-Landschaft handelt, welche man noch nicht langfristig in der Betreuung hatte.
Tatsächlich wurde bei der Windows 10 Umstellung keinerlei neue Hardware benötigt. Sämtliche „alten“ Drucker und Scanner konnten weiterverwendet werden.

Dem Kunden wurde außerdem vor wenigen Jahren eine Miet-VOIP Telefonanlage verkauft. Nach Analyse des Nutzungsverhaltens und der benötigen Funktionalität stellten wir Fest, dass er mit einer eigenen Telefonanlage, welche sich im Haus befindet, viel besser bedient ist. Wir checken gerade mit dem VOIP Anbieter wie lange unser Kunde da noch gebunden ist. Der ursprüngliche Verkäufer/Berater hat die Branche gewechselt und ist für eine Auskunft diesbezüglich nicht mehr greifbar…

(Symbolfoto, Mit freundlicher Genehmigung von Damir Kopezhanov)